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ist, und Seine Worte kennen. Man kann den Herrn nicht kennen, wenn man sich nicht redlich bemüht, zu wissen, was Er getan hat, und zu fragen: was hat Er gewollt? Aber dann geht es immer tiefer, bis ich in ein liebendes Einvernehmen gelange mit Ihm und dem, der Ihn gesandt hat. Habt ihr gemerkt, wie in den Worten des Herrn immer ineinander ging: der Vater und der Sohn, das Lieben des Vaters und das Seines Sohnes, wie Johannes überhaupt nicht spricht: erstens, zweitens, drittens, sondern ein Zusammenhang sich kundtut. So heißt Christus verstehen: verstehen, was Gott mit Ihm gewollt hat. Darum hat in wichtiger Stunde der Herr den Jünger zurückgewiesen, der diesen Zusammenhang nicht haben wollte. Wenn Petrus sagt: das darf nicht geschehen, Herr, dann hat er an das Einvernehmen zwischen Vater und Sohn gerührt. In dieses Einvernehmen müssen wir hineingezogen werden. Der Heilige Geist gibt den Sohn zu verstehen und aus Ihm heraus den Vater. So ist die Gabe des Geistes die Wahrheit, die aus der Liebe kommt. Mit Jesus ist es nämlich nicht so, daß man sagen kann: das versteh' ich nicht, ich lass' Ihn gehen. Auf die Dauer ist Christus gesetzt als das Zeichen, an dem Entscheidung verlangt ist. Entweder wir bekennen Ihn oder wir verschließen uns Ihm, entweder wir lieben Ihn oder wir hassen Ihn. Und wir sehen, wie immer mehr die große Entscheidung in der Welt heißt: Christus oder Nicht-Christus. Wir werden in dreißig Jahren merken, daß das der letzte Sinn unserer Geschichte war, die Entscheidung von Mensch zu Mensch, für Christus oder gegen Christus. So war das unser großes Anliegen, als wir vorhin niederknieten: Der Geist möge kommen und uns hineinziehen in das Einvernehmen der Liebe des Vaters mit der Liebe des Sohnes, damit wir verstehen, was der Wille des Vaters war, als Christus unser Bruder wurde. Auf der einen Seite steht Christus immer fremd in der Welt, auf der andern Seite verstehen viele Menschen, was mit Christus ist. Und da möge der Heilige Geist uns geben, daß wir auf | ||
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