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Heute wollen wir von der Gemeinschaft sprechen und zwar von etwas aus ihrem innersten Herzen, vorn Geben und Nehmen. Es ist noch nicht das Tiefste in der Gemeinschaft. Aber wer ein bißchen Erfahrung hat, wie „selig das Geben ist”, und das echte Nehmen auch, dem wird es warm ums Herz, wenn die Rede darauf kommt. Er möchte große, schöne Dinge darüber sagen; versucht er es aber, dann merkt er bald, wie es lauter Selbstverständlichkeiten sind. Doch das Selbstverständliche ist ja das Größte und auch das Schwerste im Leben. Es gibt so vieles, was wir geben können! Sachen und Bücher und Bilder; Hilfeleistung und guten Rat; ein freundliches Wort, eine Freude, eine Gefälligkeit ... Hat einer keine Sachen zu geben, dann kann er vielleicht durch die Tat helfen. Geht auch das nicht, dann durch klugen Rat oder durch ein ermutigendes Wort. Und das Beste, was wir geben können, kommt geraden Wegs aus dem Herzen und geht dorthin: Das Gebet. Das ist die verborgene Wundermacht, der die große Verheißung gegeben ist: „Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, habt den Glauben, daß es euch gegeben wird, und ihr sollt es empfangen.” Besonders einen Augenblick gibt es, da sind wir gleichsam Herr über die Reichtümer Gottes: in der heiligen Kommunion. Nicht nur für uns, sondern auch für die andern. Sie ist das Sakrament der Gemeinschaft. Da sind wir eins mit Gott, und in ihm alle eins untereinander. Wir tragen Christi Gnade heim, und wenn wir dann den Unseren in Liebe begegnen, so strömt sie durch Wort und Tat über. Wir tragen sie zu Freunden und Arbeitsgenossen, und sie wirkt in jedem Wort, das wir sprechen. | ||
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