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Endelose, das Ganze und das Alles, der in sich geschlossene Ring, und über ihn komme keine Frage hinaus ... Die andere Antwort sagt: Die Bewegung des Seins geht von Unten nach Oben, aus dem Dunklen und Wirren ins Klare und Gestaltete. So stehe am Anfang das stumme Sein, die blinde Notwendigkeit, der unwissende Drang, die Urkraft. Die Offenbarung erwidert: Es gibt einen Anfang, und da steht das Wort und seine schöpferische Tat. Wir wissen noch nicht, was dieses »Wort« bedeuten soll - denn sicher bedeutet es etwas Besonderes, und davon soll noch viel die Rede sein - eines aber ist sofort klar: es ist etwas Helles, Weites, Freies; eine Klarheit des Sinnes und einer Fähigkeit der Verantwortung; nicht »Natur«, sondern »Geist«. 2. Der Prolog beginnt: »Im Anfang war das Wort, und das Wort war auf Gott hingewendet, und das Wort war [von Wesen] Gott. So war es im Anfang auf Gott hingewendet.“ (Joh 1-2) Der Anfang, von dem wir bis jetzt sprachen, ist jener der Welt - der gleiche, von welchem der andere biblische Text redet, der auch mit diesem Wort beginnt, nämlich die Genesis, deren erster Satz lautet: »Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.« Wenn wir aber genau zusehen, liegt der Anfang, von welchem der Beginn des Johannes-Evangeliums spricht, noch hinter jenem. Er meinte nicht das Erste der Welt, sondern das Erste an sich. So heißt es nicht, weil es der Beginn von etwas wäre, das nachher käme, sondern weil es vor allem ist, was überhaupt sein | ||
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