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wo Johannes sich aufhielt und taufte. " (Joh 1,19-28) An anderer Stelle hat das Evangelium berichtet, wie Johannes seinen Eltern in deren hohem Alter geboren wurde und wie er, an Kraft des Geistes erstarkend, heranwuchs, bis er in "die Wüste", das heißt, die steinige Einöde im Osten von Palästina ging (Lk 1,5-25.57-80) und dort das harte Leben der Prophetenschüler führte. Dann hat es geheißen: "Der Ruf Gottes erging an Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wüste." (Lk 3,2) Was das bedeutet, lernen wir aus den prophetischen Büchern des Alten Testamentes. Gott ist nicht der in seine Absolutheit gebundene Allgeist, sondern der "Lebendige": Er wirkt Geschichte. Sein Ruf trifft den Menschen, den Er erwählt hat, im Innersten seines Innern; im Lauschen der Ihm zugewandten Wachsamkeit: Steh auf und rede! So verläßt Johannes die Einsamkeit, geht in die bewohnten Gegenden und verkündet die Botschaft: "Ändert euren Sinn, das Reich der Himmel ist nahe." (Mt 3,2) Der Messias wird das Reich heraufführen; das aber wird Gericht bedeuten: "Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gesetzt. So wird jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, herausgehauen und ins Feuer geworfen." (Mt 3,10) Furchtbar wird das Gericht des Messias sein: "Seine Wurfschaufel ist in seiner Hand, und Er wird seine Tenne reinigen. Seinen Weizen wird Er in die Scheune sammeln, die Spreu aber verbrennen in unauslöschlichem Feuer." (Mt 3,12) | ||
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