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Gottes Wort und Antwort Die Heilige Schrift ist Gottes Wort an uns, berührend, bewegend, zeugend. »Die Worte, die ich zu euch gesprochen, sind Geist und Leben« (Joh 6,63). Dieses Wort findet seine Stätte im Glauben und seine Antwort im Gebet. Nun zeigt es sich, daß in der Schrift selbst überall Gebet ist. Offenbares, wo sie berichtet, wie Menschen sich betend an Gott wenden: Zacharias, Maria, Simeon. Und wieder verborgenes, oft nur ganz leicht verhülltes, das nur darauf wartet, vom Menschen zur lebendigen Antwort an Gott gemacht zu werden. Das Nachfolgende möchte einige derart harrende Gebete freimachen und zeigen, wie so das Wort Gottes zu dem zurückkehrt, der es gesprochen. Die Texte stammen sämtlich aus den Paulusbriefen. Daß sie in Verszeilen wiedergegeben werden, geschieht nicht um ästhetischer Äußerlichkeit willen. Die paulinische Sprache tritt immer wieder, wie von selbst, in lebendigen Rhythmus; er gehört zu ihr. So bleibt man in ihrem Geiste, wenn man versucht, die zu besonders intensivem Leben sich erhebenden Stellen deutlicher zu gliedern. Aus den Briefen des Apostels Paulus Herr, Du bist der Gott, der gesprochen: »Aus Finsternis soll aufleuchten das Licht«. O laß es aufleuchten in unseren Herzen zur Helle der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Antlitz Jesu Christi! (2Kor 4,6) | ||
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