Romano Guardini Online Konkordanz
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130.
Brief vom 18.06.1929, Berlin-Charlottenburg.
Charlottenburg 18.6.29
Lieber Joseph
Deinen guten Brief habe ich erhalten, und auch den gelesen, den Du an Frau Kempner geschrieben. So sehe ich mit vieler Freude, daß Du doch gesinnt bist, zu kommen. Du sagst, der Juli sei Dir passend. Anderseits geht Sanitätsrat Aschoff*898, den Fr. K. für Dich interessiert hat, bereits Anfang Juli fort, in Ferien. So mache ich Dir den Vorschlag, Montag den 1. Juli hier zu sein, vielleicht, indem Du am Tage vorher nach München fährst. Dann scheinen die verschiedenen Gesichtspunkte am besten vereinigt.
Ich hätte noch mancherlei zu schreiben, wills aber demnächst erst tun, damit dieser Brief nur bald fortkommt. Für heute also tausend Grüße, und antworte bald.
Romano

131.
Brief vom 28.07.1929, Berlin-Charlottenburg.
Charlottenburg 28.7.29
Lieber Joseph
Hab Dank für Deinen Brief. Die Antwort kommt nicht so früh, wie sie sollte; aber es war Semesterende. Nun habe ich mit den Vorlesungen abgeschlossen.
Ich bin nicht unzufrieden damit. Das Bild von Glaube, Liebe und Hoffnung ist ziemlich herausgekommen.*899 Letztere etwas kurz. Es würde sich verlohnen, der christlichen Hoffnung tiefer nachzugehen. Sie enthält
898 Vgl. Br. 129.
899 Wertlehre des Neuen Testaments (M 296).

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