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Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg *22
Zum Sonntag Septuagesima

»Denn das Reich der Himmel ist einem Hausherrn gleich, der am frühen Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg zu dingen. Nachdem er aber mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag übereingekommen war, schickte er sie in seinen Weinberg.
Und da er um die dritte Stunde ausging, sah er andere müßig auf dem Markte stehen und sprach zu ihnen: >Gehet auch ihr in den Weinberg, und ich will euch geben, was recht ist.< Sie aber gingen hin. Dann ging er wieder um die sechste Stunde, und um die neunte, und tat ebenso. Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere dastehen und sagte zu ihnen: >Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?< Sagten sie zu ihm: >Weil uns niemand gedungen hat.< Sagte er zu ihnen: >Geht auch ihr in den Weinberg.<
Als es aber Abend geworden, sagte der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: >Rufe die Arbeiter und zahle den Lohn aus, von den Letzten an zu den Ersten. (Als aber die um die elfte Stunde [Gedungenen] kamen, empfingen sie je einen Denar. Als [dann] die Ersten kamen, dachten sie, mehr zu bekommen, und bekamen doch ebenfalls je einen Denar.
Wie sie [ihn] empfingen, murrten sie gegen den Gutsherrn und sprachen:) Die da, die Letzten, haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt, die wir die Last des Tages und die Hitze getragen haben!< Er aber antwortete einem von ihnen: >Freund, ich tue dir kein Unrecht. Bist du nicht auf einen Denar mit mir übereingekommen? Nimm also das Deine und geh. Ich will aber diesem, der der Letzte ist, so viel geben wie dir auch - und darf ich nicht mit dem Meinen tun, was ich will? Oder blickt dein Auge neidisch darauf, daß ich gut bin?<« (Mt 20,1-15)

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