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Ästhetisch-theologische Gedanken
zu G.M. Hopkins' Sonett "Der Turmfalke"


Von seinem 1877 entstandenen Gedicht "The Windhover": "Der Turmfalke" hat Hopkins selbst gesagt, es sei "das beste Ding, das er je geschrieben habe". *1 Es ist aber nicht leicht zu verstehen und hat zu manchen Deutungsversuchen herausgefordert. Der nachfolgende Versuch will zu ihnen in keinen Vergleich treten, denn sein Verfasser kennt die Literatur nicht. Seine Interpretation ist aus der unmittelbaren Begegnung mit dem Gedicht entstanden und gibt nichts anders als deren Frucht. Also keine Wissenschaft, sondern Bemühung des Lesers um die Aneignung eines Kunstwerks, dessen Kostbarkeit ihn ebenso stark berührt hat wie sein Tiefsinn.
"THE WINDHOVER"
To Christ our Lord
I caught this morning morning's minion, king-
dom of daylight's dauphin, dapple-dawn-drawn Falcon, in his
riding
Of the rolling level underneath him steady air, and striding
High there, how he rung upon the rein of a wimpling wing
In his ecstasy! then off, off forth on swing,
As a skate's heel sweeps smooth on a bow-bend: the hurl
and gliding
Rebuffed the big wind. My heart in hiding
Stirred for a bird, - the achieve of, the mastery of the thing!
Brute beauty and valour and act, oh, air, pride, plume here
Buckle! AND the fire that breaks from thee then, a billion

*1 Poems, 3. Ausg., ed. W. H. Gardner, 1956, S. 228.

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