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Im Anfang war das Wort Johannes-Evangelium 1,1-18 1. Der Beginn des Johannes-Evangeliums, genauer gesagt, die ersten achtzehn Verse seines ersten Kapitels, der sogenannte Prolog, haben auf den gläubigen Menschen von je einen besonderen Eindruck gemacht. Manche seiner Worte rühren das Verborgenste des Geistes an - so vor allem gleich die ersten: »Im Anfang war. ..«. Eine der ewigen Menschheitsfragen lautet ja: Was war im Anfang? Im Anfang der Zeit, zu dem man gelangt - oder doch glaubt gelangen zu können -, wenn man die Folge der Stunden und Jahre und Äonen zurückgeht? Was war, als noch nichts geschehen war? Was war das Erste, das geschah, und wodurch wurde es bewirkt? ... Und der Anfang des Seins, die Wurzeln der Dinge, die man erreicht - oder doch glaubt erreichen zu können - wenn man im Gefüge der Dinge, im Ineinanderwirken der Mächte, im Gewebe der Ursachen zurücktastet? Was war, als es noch nichts gab? Was war das Erste, aus dem alles andere kam, das Wesentliche, das allem Übrigen sein Gesetz gab, und durch welche Macht wurde es? Auf diese Fragen scheint unser Bewußtsein zwei Antworten zu haben. Die erste besteht darin, zu erklären, daß es keine Antwort gebe - genauer gesagt, daß es keiner bedürfe, weil die Frage selbst falsch sei. Es gebe keine beginnende Ursache und keine erste Macht, denn hinter jedem Ergründeten erhebe sich ein neues Rätsel. Ja, alles schließe sich in sich selbst zum Ring. Die Welt sei das Anfang- und | ||
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