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Der Mensch und der Gedanke Gottes Das erste Bild, das die Schrift von Gott gibt, ist das eines Werkmeisters, eines Künstlers. Die ersten Kapitel der Genesis sind ein Hymnus auf die Herrlichkeit seines Schaffens, aus dem die Welt hervorgeht. Auf dem Gipfel seiner Schöpfertätigkeit aber schafft der Herr den Menschen nach seinem Bild. Seine unendliche Herrlichkeit faßt er zusammen in eine endliche Gestalt. Worin ist der Mensch Ebenbild Gottes? Darin, daß er herrschen kann und herrschen soll über die Welt. Herrschen nach Art der alten Könige, die Segensmacht ausstrahlten auf ihr ganzes Land, Schutz und Frieden. Der Mensch denkt die Gedanken Gottes nach, die überall in der Welt ausgestreut liegen. Er denkt in Werken des Ordnens, des Schützens, des Helfens. Auch die Gedanken des Bildens und Formens versucht er zu denken in Werken der Kunst, die wir schöpferisch nennen. Diese stehen dem Geheimnis des göttlichen Schaffens besonders nahe: der Herausnahme aus den unendlichen Möglichkeiten | ||
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