Romano Guardini Online Konkordanz
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So darf die Liturgie nicht als Mittel zum Zweck angesehen werden. Weder moralisch, noch pädagogisch, noch didaktisch, denn dann verliert sie das Sein. Auch nicht ästhetisch, denn dann verliert sie den Ernst. Liturgie hat zunächst keinen Zweck, weder der Belehrung, noch der Erbauung, sondern einen Sinn: daß in ihr die neue Schöpfung durchbreche, und der Mensch dieses geheimnisvollen Werdens immer neu versichert werde. Freilich in heiligem Ernst, sonst ist die Freiheit erschlichen und gleitet ins Spielerische.



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