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gespannt, klare, präzise Formen gewaltige Kräfte; welch wuchtige Massen sind da zu unerschütterlichem Gleichgewicht gebracht; wie sparsam, sachlich, konzentriert die Form; welche mathematische Harmonie der Räume! Das ist Klassik, und zwar eine, die in der Linie unserer Mittel und Zwecke liegt. Hier brauchen wir nicht die Natur unserer Materialien und Absichten zu verfälschen, sondern können wirklich lernen. Allerdings nicht, indem wir an eiserne Brücken romanische Türme ankleben, aber indem wir mit dem Geist nachspüren, aus dem hier die architektonischen Probleme gelöst wurden. Und dies und vieles andere aus jener Zeit könnte uns helfen, jenen wunderbaren neuen Stil zu finden, der die Herbigkeit all der Arbeit unserer Tage hat, die Kraft der sozialen Spannungen, die ernste, selbstlose Sachlichkeit der Maschine, die jubelnde, leichte Grazie der eisernen Brücke. Nach all dem wird man verstehen, daß Ref. die beiden Bände, und das Programm, das sie begleitete, mit Bewunderung für die Leistung und das Unternehmen aus der Hand legte, aber auch zugleich mit dem Bedauern, das man empfindet, wenn reiche Kräfte an eine unfruchtbare Aufgabe vergeudet werden, oder wenn tüchtige Kämpfer auf einen verlorenen Posten treten. | ||
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