Romano Guardini Online Konkordanz
Treffernummer:

 < Seite 41> 


Gottes sein; daneben Böses, Widerspenstiges, Hartes, Törichtes in sich haben.
Was kann man da tun? An der Stelle, wo es leuchtet, aufmerken und mitgehen. Dann greift das Licht weiter. Die Offenbarung kommt nicht als fertiges System zu uns, sondern lebendig, wie das Dasein mit seinen Fügungen es gibt, oder danach, was gerade empfänglich in uns ist. Das müssen wir nehmen und mitgehen. Drum herum ist es vielleicht dunkel. Aber Glauben bedeutet nicht, keinen Zweifel zu haben. Man kann gewiß sein, daß Gott lebt, aber mit diesem oder jenem Sakrament nichts anfangen können. Dort ist Licht, daneben Dunkel. Das ist oft so; und es ist in Ordnung, wenn man den Unterschied fühlt. Dann halten wir uns an das, was wir haben, und lassen das andere einstweilen ruhig stehen. Tun, was wir können, und das Licht arbeitet weiter.
41



 < Seite 41>