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Zeit. Dadurch hält sie den Vorgang heilig und wirksam. Das ist eine wirkliche Frau, und wirkliche Königin. Und welche Lehre für die katholischen Aktivisten! Aber sie werden sie nicht annehmen. Lese im Zusammenhang Th. Mann. Jetzt gerade den Band kleinerer Erzählungen. Ich bewundere ihn, und er ist mir zuwider. Gestern abend war P. Pius Duployé hier. Es ist jedes Mal eine Freude, ihn wieder zu sehen. Über vieles gesprochen. Vor allem über das »Foyer Jean Christophe«, das Frau Rolland in ihrem Hause einrichten will. Es soll dem Austausch zwischen französischen und deutschen Studenten dienen und von einem Komitee der Pariser und Münchener Universitäten geleitet werden. Sehr schöner Gedanke; die Ausführung wird von dem Einen abhängen, der sich dafür einsetzt. Es ist immer Einer, der das wirklich Gute macht. Heute abend Besuch vom ital. Generalkonsul Luigi Silvertrelli gehabt. Ein sehr kluger, interessierter und sympathischer Mann. Besonders über den Protestantismus gesprochen, der ihm als italienischem Katholiken merkwürdig vorkommt. Freitag, 29.5.53 Endlich den Entwurf für den Vortrag zum Gedächtnis des heil. Bernhard – 800. Todestag – diktiert: über seine Gestalt in der »Göttlichen Komödie«. Noch viel daran zu tun. Heute abend im Film »Letztes Wochenende« von René Clair. Nicht sehr gut. Der Albdruck, der herrschen sollte, kommt nicht heraus. Und was herauskommt, wird durch die Synchronisierung verdorben, die allem den Klang der Vereinsbühne gibt. Wenn man sich noch irgend Illusionen über die Kulturfähigkeit des heutigen Filmpublikums machen sollte, muß man auf | ||
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