Romano Guardini Online Konkordanz
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Wenn wir von Christus sprechen - wissen wir, von wem wir da sprechen? Wenn wir von Christus sprechen - haben wir dann den Gedanken, der wirklich Ihn ausdrückt? Ist unser Herz berührt durch die Liebe, die wirklich Ihn in sich aufnimmt? Er muß uns den Gedanken geben, mit dem wir Ihn denken; und Er muß uns das Bewußtsein geben, daß Er unser Herr und Bruder ist. Darum wollen wir Ihn bitten. -
Es ist schrecklich, allein zu sein in dieser Welt. Und Alleinsein heißt nicht nur, daß man keinen Freund hat oder keine Familie - Alleinsein heißt in einer Welt stehen, die von Gott abgefallen ist, heißt unter Menschen stehen, die von Gott nichts wissen; heißt stehen unter Dingen, die durch die Sünde von Gott weggeholt worden sind. Das ist die eigentliche Einsamkeit.
Aus der werden wir erlöst nur durch die Nähe Gottes. Daß Er uns in Liebe zugewendet ist und daß wir zu Ihm gehören in Liebe; daß wir einen Bruder haben, und dieser Bruder ist der Sohn des ewigen Vaters. Daß wir hineingenommen sind in Seinen Bereich - seht, das hebt die Einsamkeit auf.
Diese Gemeinschaft möge Er uns geben, uns und allen. Er möge sie denen geben, die uns teuer sind; Er möge sie auch geben denen, die nichts von Ihm wissen wollen, und denen, die nichts von Ihm gehört haben.
Wir wollen diesen Wunsch hinauswünschen in die Welt: Herr, gib allen Menschen, daß sie Dich erkennen, den alleinigen wahren Gott und den Du gesandt hast, Jesus Christus.



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