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ich dies Empfinden: Es gibt Leute, die halten es in einer normalen Ordnung nicht mehr aus. Wenn sie denn schon zusammen mit Millionen Anderer katholisch sein sollen, dann versetzen sie eben diese Anderen in Anklagezustand, und haben dann doch wenigstens erreicht, dass sie selbst Ausnahmewesen sind. Deine Einleitung zu den Newman-Briefen gebe ich an Knies weiter.*867 Ich habe darin Deinem Wunsch gemäss einiges nachgeformt; auch einiges gestrichen, natürlich nichts, was die Substanz anginge. Du bekommst bei der Korrektur das Manuskript mit; so bist Du dann in der Lage, gegebenenfalls etwas, woran Dir liegt, wieder einzufügen. In Eile herzlichen Gruss Romano Auch von mir herzlichen Gruss Hans Rueß.*868 119. Brief vom 21.12.1928, Berlin-Charlottenburg. Charlottenburg 21.12.28 Mein lieber Joseph Hoffentlich findet das Christkind, das von hier mit zwei Paketen auf Reisen gegangen ist, auch richtig zu Dir. Im einen ist Eßbares; soll gut munden; auch der Walburg*869. Im anderen, kleineren ist etwas, was ich in Ravenna*870 gefunden; ich habe ein genau Gleiches, seltsamer Zufall. So möge es Symbol sein und Segenszeichen. Mach es erst am heiligen Abend auf, und hoffentlich freut es Dich. 867 Weiger verfaßte eine Einleitung zu der erwähnten Newman-Übersetzung Knoepflers (vgl. Br. 117). - Richard Knies war der Gründer des Matthias Grünewald Verlages in Mainz und mit Guardini eng befreundet; vgl. GF 116-120. 868 Zusatz von Rueß; vgl. Br. 110. Der Brief war dem Sekretär in die Maschine (die nicht über »ß« verfügte) diktiert. 869 Weigers Haushälterin. 870 Guardini war im September 1928 von Isola Vicentina aus dort gewesen; vgl. den kleinen Aufsatz »Tagebuch/Ravenna«, in: In Spiegel und Gleichnis, Mainz (Grünewald) 1932. Das Geschenk ist nicht ermittelt. | ||
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