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Frau Kempner hat ein Kistchen aus ihrem Keller zusammengestellt. Ich habe es gesehen, als es bereitlag zum Abschicken. Tue ihm ordentlich Ehre an. Es wird Dir wohl tun. Die Ärger=geschichten sind greulich. Du hat das einzig Richtige getan, Max*828 dafür mobil zu machen. Bitte ihn doch, daß er einmal nach Mooshausen kommt; in den Ferien kann er es leicht. Laß Dich nicht einschüchtern. Sieh zu, daß Du, direkt oder durch Max, Dich bei einem Juristen informierst - vielleicht bei dem Ravensburger, der Deines Vaters Testament gemacht hat? - und dann laß Dich nicht irre machen. Herkommen mußt Du aber. Ich bin am 18 in München; am 20 in Tübingen*829; dann fahren wir zusammen hierher, unter allen Umständen. Und tu du bitte beizeiten alle nötigen Schritte, damit Du frei bist. Selbst wenn der Postonkel quertreibt*830, geht die Geschichte doch so rasch nicht, und es ist auf alle Fälle nötig, daß Du einige Tage heraus kommst! Gewiß, an das biblische Gebetbuch denke ich, aber darüber reden wir mündlich, und über vieles andere noch. Gute, gute Weihnachten also, Lieber, und ruhigen Sinn, wünsche ich Dir und auf sicheres Wiedersehen Romano 828 Zu den erwähnten Erbstreitigkeiten sollte der ältere Bruder Max Weiger herangezogen werden. 829 Zum Vortrag vom 18.1.1928 in München s. Br. 103; zu dem Vortrag am 20.1.1928 in Tübingen ist nichts bekannt. 830 Offenbar ein Onkel Weigers, der bei der Post arbeitete. | ||
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