![]() | Treffernummer: |
< | Seite 130 | > |
So stehen sie da, wie die Blumen auf dem Felde. Schöpfungen der Liebe Gottes. Nichts aus sich. Alles geschenkt. Auch nichts für sich. Sie besitzen sich nicht einmal, sobald wir das Wort in dem Sinne der Entscheidung und Selbstverantwortung nehmen. Sie sind nur. Sie »spielen«. Die Liturgie sagt, daß sie »unter dem Altare Gottes spielen mit den Kronen und den Palmen des Martyriums«. Schöpfungen der Liebe Gottes sind sie, einer seltsam verschwendenden, seltsam königlichen Liebe Gottes. Blüten ohne Frucht, nur blühend und bald geschnitten. Ganz ohne Nutzen; Schönheit nur und zarter Duft. Eine Fröhlichkeit liegt über ihnen und etwas Fremdes. Welch ein Geheimnis in diesem Fest! Wesen ohne auch nur einen Hauch des Ich-Wollens und des Selbst-Suchens. Ebendarin aber ganz erfüllt und vollendet, ganz schön. Das ist ihre unsägliche Seligkeit. Nur Gnade. Nichts selbst. Nur Gott. | ||
< | Seite 130 | > |