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gleichen göttlichen Natur. *4 Sind Christi Geschwister, des Vaters Kinder, und der Heilige Geist ist unser aller Führer und Freund. Wir verstehen es ja nie, wie der Mensch in der Gnade »der Gottheit teilhaftig« *5 sein könne und doch ohne alle Vermischung Geschöpf bleiben. Aber das ahnen wir, daß wir Menschen, nun Geschwister geworden in Christus, durch ein unaussprechliches göttliches Band vereinigt sind, von dessen Wundern St. Paulus in den Briefen an die Epheser und Kolosser so tiefe Dinge sagt. Eine Einheit ist das, die über alle natürliche Verwandtschaft hinausgeht, geheimnisvoll aber wirklich. Dieses Band der Gnade gibt allein den Menschen die sittliche Kraft, das Wesensziel der Gemeinschaft zu verwirklichen, wirklich ein lebendiges »Spurbild« der Hochheiligen Dreieinigkeit zu werden. So kommt ihm aus der Trinität nicht nur das Vorbild des Gemeinschaftslebens, sondern auch die Kraft, es zu erreichen. Es ist die Gnade, die sich auswirkt in der Ehrfurcht, mit der die Kinder Gottes »einander in Ehrerzeigung zuvorkommen«, *6 und der Liebe, darin sie »alles gemeinsam haben«. *7 *4 2 Petr 1,4. *5 „Divinitatis esse consortes ...« Ordo Missae, bei der Mischung von Wasser und Wein. *6 Röm 12,10. *7 Apg 2,45. | ||
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