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Unser Bild [1924] Ein süddeutsches Holzschnitzwerk aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Nichts an dem Bild, was den Namen Schönheit forderte, so wie er uns geläufig ist. Eine herbe Männlichkeit auf dem Antlitz und in der ganzen Gestalt des Herrn. Eine schlichte Größe. Und alles nach innen gewendet. Sobald wir still werden vor dem Bild, spüren wir uns nach innen gewiesen, mit Macht, und müssen folgen. Über diesem Innen aber liegt ein schwerer Ernst. Da steht der Gesendete vor dem Willen dessen, der ihn gesandt hat. Kein Ausweichen. Kein Verschönen. Kein Verhüllen. Es gibt Bilder, die reden eine beredte Sprache. Wir lassen sie stehen, sobald wir einmal die stumme Tiefe dieses Werkes vernommen haben. Ich habe lang nach einem Herz-Jesu-Bild gesucht, das wirklich etwas von dem sagte, was im Herzen des Erlösers war. Von dem furchtbaren, einsamen Gegenüberstehen mit dem "Willen des Vaters" ... | ||
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