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liturgischen Anklänge im Wissenden weiter, wie Echo um Echo: Wasser, Sintflut, Rotes Meer ... Kana, Eucharistie, Hochzeitsmahl der Apokalypse, Himmlisches Jerusalem, Braut und neue Schöpfung. Wer die Liturgie richtig feierte, würde in dieses Auftauchen von Bild hinter Bild, in dieses Hallen und Wiederhallen heiliger Worte eintreten und darin weitergehen. München, 9.1.60 Man müßte eine Theologie schaffen, die von den Grundwirklichkeiten der Schrift, dem Elementargehalt der Kirche und dem Wesen des Lebens ausginge, in einer Sprache, welche der lebendige Theologe und der Laie gemeinsam hätten. München, 9.1.60 Was wäre größer gewesen – eine gelungene Schöpfung ... ein von Anfang an sich erhebender Triumph des Richtigen und Guten ... Oder diese so furchtbar verstörte, in welcher Gott steht, wie Er darin steht? Eine Welt, die sich in der Gnade vollendet hätte, oder die unsere, die verloren ist und zu Gott geht, damit Er sie erlöse – ja, die zu einem großen Teil gar nicht erlöst sein will und für die die Glaubenden »gegen alle Hoffnung« an Gottes Liebe appellieren müssen, damit Er in einem Wunder der Ewigkeit »alles neu« mache? München, 20.1.60 Die große Zahl wird, sobald sie ins menschliche Dasein eindringt, zu einer apokalyptischen Macht. Sie bringt alles zum Verfall, was groß, edel, innerlich, kostbar, ehrbedeutsam ist. | ||
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