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dann geschah das oft in einer nicht nur einschränkenden, sondern uneigentlichen Weise. Es wurde von Verantwortung und Mündigkeit geredet, gemeint schien aber oft nur die Entschlossenheit des Gehorsams. Der gilt natürlich nach wie vor, ist aber nicht das Ganze und – in der heranreifenden Weltstunde – vielleicht nicht einmal das gerade jetzt Dringliche. Was jetzt gefordert wird, scheint mehr und anderes zu sein: das zu Tuende zu entdecken, für das es noch keine Ordnung gibt, und ihm zur Verwirklichung zu helfen. Nun bekommt das, was Situation heißt und sich in den Schriften Caussade’s noch verhältnismäßig harmlos darstellt, eine ganz neue Spannung. Darin steht auf der einen Seite die Botschaft des Evangeliums und das innere Drängen des Heiligen Geistes, auf der andern die erschütterte, bis auf den Grund in Umformung begriffene Welt, wie sie gerade jetzt und hier und um diesen einzelnen her ist. Die Aufgabe aber lautet, aus der Weisung und Kraft des ersten zu tun, was die zweite verlangt. Daß es in dieser Situation auch alles das gibt, was Autorität, Gebot, Tradition und Weisheit der Kirche heißt, braucht nicht besonders betont zu werden. Es ist ja ein nie herauszulösendes und wichtiges Stück ihres Gefüges, und der Schreiber dieser Zeilen hat seine Bedeutung in verschiedenen Zusammenhängen entwickelt. | ||
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