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Was machen meine Predigten? Schicke sie mir bitte wieder zurück. Ich brauche sie. Und schreib mir auch etwas dazu. Höre, Du könntest mir auch einmal einige von Deinen Predigten schicken, nicht? Die Gegensatzlehre habe ich nun wieder neu durchgegangen und frisch formuliert. Auch manches neu hinzugefügt.*122 Ich wäre so froh, das Ganze einmal mit einem kritischen und zugleich verständnisvollen Mann durchzusprechen.* Du verstehst, wie das gemeint ist?! Nicht, daß Du keiner seist!, aber so einen rechten Kritikus u. philosophisch Gehechelten mein' ich. Wenn ich Zeit finde, will ich einmal vor Ostern, wo an eine Arbeit fürs Doktorthema doch nicht zu denken ist, die Charakterlehre formulieren.*123 Die wimmelt nun freilich von recht schwierigen und noch ungelösten Fragen. - am 18.III.Das war geschrieben vor Empfang Deines Briefes. Nun vor allem herzliche Glückwünsche zum Namenstag!*124 Die Einladung ist sehr verlockend, aber ich bin ganz angebunden, wie oben zu ersehen. Ich will einmal nächstens selbst an Kaplan Willburger*125 schreiben. Wäre Dir dankbar, wenn Du ein wenig an mich bei der hl. Messe und sonstigen Gelegenheiten denken wolltest. Ich hab' ein hübsches Päckchen Sorgen auf dem Rücken liegen, die mich und Nahestehende angehen.*126 - Das Manuskript schicke ich einmal an die »Bonifaziuskorrespondenz«*127. - Nun herzliche Grüße Dein Romano. 122 Vgl. Br. 2 und Br. 5. 123 Vgl. Br. 1. 124 Fest des hl. Joseph am 19. März. 125 Georg Willburger, Freund und Mitkaplan Weigers aus dem Allgäu; Näheres ist nicht bekannt. Im Gästebuch von Maria Knoepfler, Archiv Mooshausen, findet sich von ihm die Eintragung: »eg-kráteia Freude, Aumühle 2.9.12, G. Willburger«. In der Bibliothek Mooshausen findet sich ein Erinnerungsbuch mit Willburgers Photo: Olga von Bruck, Aus der Jugendzeit klingt ein Lied. Dem Andenken des H. H. Georg Willburger, Illertissen 1935. 126 Auch in den folgenden Briefen ist wiederholt die Rede von finanziellen Sorgen der Familie. 127 Akademische Bonifatiuskorrespondenz: Organ der Einigung der Akademischen Bonifatiusvereine, Paderborn 1885-1939/40; dann von den Nationalsozialisten verboten. Es handelt sich um das Ms. »Von der Beschäftigung mit der Kunst«, erschienen ebd. 27, 5 (1.7.1912), 291-299. Vgl. Br. 8 und 9. | ||
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