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NACHBEMERKUNG I. Dieses Buch dient nicht der wissenschaftlichen Theologie, sondern der religiösen Vertiefung. Es will dem Leser helfen, mit dem Denken des Verstandes, aber auch mit der Bewegung des glaubenden Herzens der Person des Herrn und der erlösenden Macht seiner Gesinnung näher zu kommen. Doch soll die theologische Klarheitsforderung ebenfalls ihr Recht erhalten; vor allem darin, daß der Lesende Jesus Christus als den Sohn Gottes sieht, der Mensch geworden und dadurch in unsere irdische Geschichte eingetreten ist. Nun ist das Buch aber nicht so entstanden, wie eine Schrift von solchem Umfang sonst zu entstehen pflegt, nämlich aus bewußter Konstruktion, am Schreibtisch, aus einem beständigen Klären und Abwägen, sondern – das Vorwort hat es bereits gesagt – am Sonntag, im Gottesdienst in der St.-Benedikt-Kapelle Berlin, Schlüterstraße, im Lauf von vier Jahren. Ist zuerst durch heftweise Lieferung einer kleinen Leserschaft zugänglich gemacht, und erst dann, im Jahre 1937, unter einigen Bedenken, als Buch veröffentlicht worden. So ist dem Verfasser auch erst allmählich deutlich geworden, daß der Grundgedanke des Buches, aus dem mit einer Art Unbefangenheit alles Einzelne hervorgegangen ist, vielleicht nicht immer die Klarheit, besser gesagt, Genauigkeit gewonnen hat, die wünschenswert gewesen wäre. Das Nachfolgende soll in etwa diese Genauigkeit schaffen – in der Hoffnung, sie könne bei gegebener Gelegenheit auch im Buche selbst hergestellt werden. In dem feierlichen Gebet am letzten Abend sagte Jesus: »Das aber ist das ewige Leben, daß sie Dich erkennen, den allein wahren Gott, und, den Du gesandt hast, Jesus Christus.« (Joh 17,3) Die Voraussetzung solcher Erkenntnis ist zuerst und wesentlicherweise die Gnade der Pfingsten, denn vom Heiligen | ||
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