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Zu Albert Mirgelers "Schlußwort" und anderem [1924] Auf A. Mirgelers "Abrechnung" in "Kirche und Wirklichkeit" habe ich in Heft 1, 4. Jahrg. der "Schildgenossen" geantwortet. Darauf kam in der "Tat" ein "Schlußwort gegen Romano Guardini". Es macht zwar keinen Versuch zu verstehen, was ich meinte; führt dafür aber Ton und Haltung der "Abrechnung" aufs Eindrucksvollste fort. (Ob diese Haltung und dieser Ton zur geschlossenen Atmosphäre der radikalen Isolation unserer Zeit gehören?) Natürlich schließt dieses "Schlußwort" gar nichts ab. Damit, daß die Behauptungen mit Kierkegaard'scher Terminologie und ungenügenden Umgangsformen ausgesprochen werden, ist am Tatbestand nichts, aber auch gar nichts geändert. Wohl aber an der Möglichkeit öffentlicher Aussprache, denn ich glaube zu sehen, daß diese Art unerfreuliche Schule zu machen beginnt. Die Realitäten und Probleme hingegen stehen nach wie vor da. Jüngst befaßt sich Mirgeler in der "Tat" wieder mit mir. Mit großer Verwunderung lese ich da, was ich alles sein ("von römischem Machtwillen durchglüht") und vertreten soll. Doch lassen wir's! Auch etliches andere ist von verschiedener Seite gegen mich erschienen, darunter zuletzt Gustav Wynekens Aufsatz in der "Grünen Fahne". Zu alledem wäre nun sehr viel zu sagen. Um so mehr, je kategorischer der betreffende Kritiker spricht. Allein nach einiger Überlegung verzichte ich auf die Antwort. Dergleichen Erwiderungen kosten mich viel Mühe. Einige wirkungsvolle Gegenurteile hinzusetzen bringe ich nicht fertig. Mir scheint aber, daß der Ertrag diese Mühe nicht lohnt. So überlasse ich es meinen Kritikern, mich als abgerechnet und abgeschlossen anzusehen, und dies, wenn es ihnen nötig scheint, mit noch effektvolleren Wendungen festzustellen. Meine Antworten | ||
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