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XII/1} Erster Teil DIE URSPRÜNGE 1. HERKUNFT UND AHNEN Wenn damals in Kapharnaum oder Jerusalem einer den Herrn gefragt hätte: Wer bist Du? Wer sind Deine Eltern? Aus welchem Geschlechte kommst Du? – so hätte Er antworten können wie im achten Kapitel des Johannesevangeliums: »Ehe denn Abraham ward, bin Ich.« (Joh 8,58) Er hätte aber auch nach dem zweiten Kapitel des Lukasevangeliums antworten können, wo gesagt ist, der Messias stamme »aus Davids Haus und Geschlecht« (Lk 2,4) ... Wie beginnen die Berichte der Evangelien über das Leben jenes Jesus von Nazareth, welcher der Christus ist, der Gesalbte? Johannes sucht den Ursprung im Geheimnis des Gotteslebens. Sein Evangelium hebt an: »Im Anfang war das Wort, und das Wort war auf Gott hingewendet, und das Wort war [von Wesen] Gott. Es war im Anfang auf Gott hingewendet. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist auch nicht eines geworden [von dem], was geworden ist ... Es war in der Welt, und die Welt ist durch es geworden und die Welt hat es nicht erkannt ... Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, als die Herrlichkeit des Einziggeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit.« (Joh 1,1–14) Dieser Ursprung liegt in Gott. Gott ist der Unendlich-Lebende. Er lebt aber und besteht in anderer Weise als der Mensch. Die Offenbarung sagt uns, daß es den bloß-einen Gott, wie er sich im nachchristlichen Judentum, im Islam und überall im neuzeitlichen Bewußtsein findet, nicht gibt. Der Gott der Offenbarung steht in jenem Geheimnis, das die Kirche durch die Lehre von der Dreiheit der Personen in der Einheit des Lebens ausdrückt. Dort sucht Johannes die Wurzel | ||
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