Romano Guardini Online Konkordanz
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Wie wollen wir es nennen? Es ist wohl das Nämliche, was in seiner Botschaft vom Reich Gottes gemeint ist: die heilige Nähe des lebendigen Gottes.
Daß Gott hier ist, ein Herz erfüllend, bis in den tiefsten Grund hinab ... Herr eines Willens bis in dessen letzte Regung ... Ein und Alles einer lebendigen Seele ... Daß hier ein Wesen ist, dem Gott die ganze Seligkeit bedeutet ... ein Wesen, ganz durchlässig für Ihn; so, daß Er aus ihm hinaussprechen kann; heransprechen an jeden, der sich nähert - das ist's. Die Nähe des lebendigen, heiligen Gottes.
Und mehr, als nur "Nähe". Aber darüber wird ein anderes Mal zu sprechen sein.

Christus heilt

"Und sie brachten ihre Kranken zu Ihm ..."
Matthäus 4,24
Jesus heilt. Schon auf den ersten Blättern des Evangeliums ist Er der Heilende. Kaum hat Er begonnen, zu lehren, da kommen auch schon die Kranken zu Ihm. Von allen Seiten werden sie herbeigebracht. Es ist, als öffne es sich um Ihn her und dränge sich zu Ihm heran. Sie kommen, und werden geführt, und werden getragen, und Er geht hin durch die leidvolle Menge, und "eine Macht Gottes ist da und heilt".
Aus den namenlosen Scharen aber heben sich immer wieder einzelne Gestalten hervor, mit wenigen Strichen umrissen.
Gleich zu Anfang (Lk 4,38ff), kommt Er in das Haus des Petrus. Dessen Schwiegermutter ist krank; sie hat schweres Fieber. Er tritt an das Lager, ihr zu Häupten, "schilt das Fieber". Es verläßt sie, und sofort steht sie auf und dient den Gästen... Er geht des

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