Romano Guardini Online Konkordanz
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Aus den Gebeten des heiligen Anselm von Canterbury

Das Vierzehnte: An den Heiligen Geist
O nun
Liebe Du der göttlichen Hoheit des allmächtigen Vaters
Und des seligsten Geborenen heilige Mitteilung
Geist, allmögender Paraklet
Aller Trauernden mildester Tröster Du
O, mit mächtiger Kraft steige herab in meines Herzens innerste Kammer
Und all des verlassenen Hauses dunkles Gewinkel
Erfreue, mild es bewohnend
Mit schimmerndem Lichtglanz
Und was da modert In langer Dürre müdem Zerfall
Befruchte, o Heimsuchender, mit Deines Taues Fülle.
Wund ist des inneren Menschen geheime Tiefe
Träg seines Leibes Mark –
O schnelle das Geschoß Deiner Liebe
Entzünde sie mit heilsam eindringenden Flammen
Erleuchte sie mit heiligen Feuers Glut
Und nähre Geistes und Leibes all das Innere.
Mit dem Strom Deiner Seligkeit tränke mich
Daß schal mir werde der Weltdinge giftbergende Süße.
Scheide mich, Herr Und sondre das Meine vom unheiligen Volk
Deinen Willen zu tun, lehre Du mich
Denn mein Gott bist Du.
Ich glaube:
In wem Du wohnst Bereitest
Du dem Vater und mit Ihm dem Sohne die Statt.
Selig

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