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Gottes ist - gegen Ihn behauptet und spricht: »Ich will Dich - Deinen Segen!« Gott wirft Sich nicht weg. Er will erobert sein. Also müssen wir zu Ihm sagen: Du kannst mich warten lassen, noch so viele Jahre; ich lasse nicht nach, bis Du mich segnest. Der Segen ist, daß ich lebendig erkenne: Du bist. Daß ich Deiner Huld teilhaftig werde. Das Aufstrahlen des Lichtes, das innere Berührtsein, das Gesundwerden von Dir her - das ist der Segen. Wenn dabei auch »die Hüfte gelähmt« wird, in Leid, Krankheit, Not, ich werde nicht nachgeben. Kann sein, daß alles drunter und drüber geht; daß man sich ganz töricht vorkommt - trotzdem! Einmal leuchtet der Segen auf, und der Segen ist Er selbst; Gott, der Sich schenkt. In uns ist Jakob. Er war nicht nur einmal, damals. Immer wieder gibt es ihn in uns; den Menschen, der Gott haben will. Nur Geschöpf, und doch mit dem unbrechbaren Anspruch auf Gott. Er ist Gottes Freude. Gott liebt ihn, diesen Menschen, der seinem Schöpfer standhält, und Ihm den Segen abzwingt. Jeder Mensch soll diesen Kampf haben. Am stärksten wird er, wenn es am stillsten ist. Dort ist nichts zwischen den Gegnern. Nichts lenkt ab. Nichts verschleiert. In der Nacht, allein in der Steppe, hat Jakob gekämpft. IV. Gottesknecht, Führer und Gesetzgeber *7 Wir reden von Moses. Ganz groß ist seine Gestalt gebaut. Der Hauch der Sage weht um sie, wie um Abraham. Aber auch er ist Geschichte; die Forschung hat das klar herausgestellt. Er lebt etwa ein halbes Jahrtausend nach Abraham. Am ägyptischen Königshof erzogen, gehört er zuerst zu den Bevorzugten, der Not des täglichen Daseins Enthobenen. Dann kommt er aber mit seinem Volke zusammen, wie es im zweiten Kapitel des Buches Exodus erzählt ist. Er sieht, wie ein ägyptischer Aufseher einen der fronenden Israeliten niederschlägt; da entbrennt | ||
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