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In Offenwerden ... Bereitschaft ... »Hier bin ich« ... »Rede, Herr«. Weil Er allein von der Wurzel her seiend ist, allein selbstverständlich wesenhaft, deshalb kann er übersehen, mit Schein von Wahrheit geleugnet werden. Die Vollkommenheit »verschwindet« ... Ihre ontologische Demut ... Anderseits: die eigentliche Wachheit – und Ritterlichkeit –, Ihn zu »bemerken« – und zu Ihm zu stehen. Isola, 17.5.60 Je vollkommener ein Akt, ein Seiendes, eine Gestalt, desto weniger auffällig sind sie ... Gott ist reine Vollkommenheit: Er kann übersehen werden ... Er begründet alles in vollkommener Weise: Es ist möglich, nur das von Ihm Begründete zu sehen und Ihn zu übersehen. Der Ganz-Vollkommene verhält sich wie das Nichts. Aber was für ein Nichts! Das seiende Nichts; die reine Selbstlosigkeit ... Isola, 19.5.60 Wenn die Psalmen Grundlage des priesterlichen Gebetes bleiben sollen, muß etwas geschehen, das es möglich macht. Einmal, als erste Voraussetzung, eine richtige und gute Übersetzung. Dann eine hinreichende, auch geistesgeschichtliche Exegese. Endlich aber, und vor allem, eine Anweisung, wie sie zum Gebet, zum Gottesumgang, zur inneren religiösen Haltung werden können. Denn sie sind nicht christlich. In ihnen ist die Wertordnung noch nicht die Christi. Sie sind vorchristlich, gehen auf Ihn zu, sind aber noch nicht bei Ihm. Es muß gezeigt, geübt werden, wie diese Vor-Welt christlich realisiert werden kann. Diese realistische Welt, ins Irdische eingefangen, | ||
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