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Aus den Selbstgesprächen des heiligen Augustinus Das Gebet zum Eingang Herr, Schöpfer des Alls Gib mir zum Ersten, daß ich rechtes Gebet richte an Dich Alsdann, daß ich lebe, Deiner Erhörung würdig Und zum letzten: mache mich frei. Gott, durch den ins Sein alles strebt, das ohne Dich zu sein nicht vermöchte Gott, der Du sogar jenes nicht, was sich selbst - eines dem anderen - Untergang bringt, in den Untergang sinken lässest Gott, der Du aus Nichts diese Welt geschaffen, von der alle Augen schauen, daß sie überaus schön ist Gott, der Du Schlimmes nicht wirkest, und wirkest, daß nicht das Schlimmste werde Gott, der Du jenen Wenigen, die zu Dem fliehen, was wahrhaft seiend ist, zeigest, das Böse sei ein Nichts Gott, durch den das All auch mitsamt seiner Unheilseite vollkommen ist Gott, der nichts geschaffen, was ganz und bis zum Ende auseinanderklaffte, da immer das Schlechtere mit dem Besseren in eins geht Gott, den alles liebt, was zu lieben vermag, es wisse darum oder nicht Gott, in dem alles ist; und von all den Geschöpfen ist das Schimpfliche nicht schimpflich vor Dir, und das Schädliche schadet nicht, und der Irrtum ist Dir nicht irrend Gott, der Du nicht willst, daß einer die Wahrheit erkenne, er sei denn rein Gott | ||
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