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Dann habe ich ihm 50,- durch Eingeschriebenen Brief, und 50,- durch Postscheck geschickt; weiß aber auch nicht, ob die angekommen sind. Hier lege ich nun weitere 100,- bei. Laß sie bitte an ihn gehen, so wie es am besten ist. Und schreib mir kurz, ob alles angekommen ist. [fehlender Schluß] 93. Brief vom 00.07.1924, Potsdam. Mein lieber Josef Da müßte ich ja eigentlich einen Glückwunsch zum Lebendigsein sagen!*765 Deo gratias! Aber jetzt vorgesehen. Ich weiß nicht genau, wie es mit meiner Gehaltsregelung gehen wird. Wenn so, wie ich hoffe, dann kann ich Dir im August oder im September 200,- Mk. leihen. Zinsen brauche ich keine. Vielleicht verständigen wir uns über einen Modus, wie mir die Kirchenkasse den Betrag in Raten zurückgibt. Darüber mündlich. Wirst Du die anderen 100,- bekommen können? Am Dienstag (29.7) höre ich mit Kolleg auf.*766 Da verschwinden die meisten Studenten. Mit dem Kolleg dieses Sommers war ich nicht besonders zufrieden. Es war schwer, und es ist mir nur selten gelungen, die Sache zum Schwingen zu bringen; und zum Konkreten durchzudringen. Unter uns: das Interesse der katholischen Studenten an ihrer Weltanschauung ist nicht groß! Wenn ich abrechne 1) die Nichtkatholiken 2) die Leute aus der Jugendbewegung, dann bleibt nicht viel mehr übrig! Im nächsten Semester will ich lesen einmal über Augustinus' religiöses Weltbild: die große religiöse Spekulation aufrichten, und von der inneren, ganz menschlich frommen Seele sprechen. 765 Im Pfarrhaus war Feuer ausgebrochen. 766 Inhalt nicht bekannt; die Angaben M 169 zum Sommer(!)semester 1924 stimmen vielmehr mit Guardinis Angaben zum Winter(!)semester 1924/25 überein: »Augustins religiöses Weltbild und dessen Bedeutung für die Gegenwart«, Montag und Donnerstag 5-6 Uhr; »Kirche und Liturgie«, Dienstag 5-6 Uhr; »Der religiöse Vorgang des Gott-Findens im Neuen Testament«, Freitag 5-6 Uhr. M 169 ist also fehlerhaft datiert. | ||
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